Gabriele Dennhardt

Musikpädagogin - Theologin - Cellistin - Kassel

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Unterrichtskonzept

 

Hintergrund

Mein liebster Cellolehrer hat mich häufig so unterrichtet: „Horch mal genau hin...“ sagte er, und dann hat er mich hinhören lassen. Die Vögel draußen, das Türschlagen vom Nachbarraum, die Heizung, die Klarinette nebenan...

„Mach mal deine Augen zu, Gabriele!“ Und irgendwann hat er angefangen zu spielen! Ganz leise. Und ich sollte weiterhin nur zuhören, nichts weiter. Und nach einer Weile hat er gefragt: „Und, was hörst du?“ Und ich hab geantwortet: „Töne“. Und er hat schmunzelnd weiter gebohrt und nachgehakt: „Beschreib es mal, was siehst du dabei, wenn du das hörst? Nein, lass die Augen zu! Erkennst du etwas?“

Und mir kamen irgendwann Bilder vor mein inneres Auge. Ein kleines Mädchen in einem roten Kleid mit weißen Strümpfen und einer Stupsnase, wie es mit einem Käscher Kaulquappen und Molche fängt... „Und“, fragte er: kennst du das Mädchen? „Nein“, erwiderte ich, bisher nicht...“ „Weißt du was? Spiel die Stelle einmal so, als seist du dieses Mädchen...“ Sein Cellospielen hat in mir etwas bewirkt.

Mich hat dieser Wunsch nie verlassen, durch Musik in einer Sprache zu sprechen, die all diejenigen verstehen können, die bereit sind, sich ihr zu öffnen. Das möchte ich weitergeben und ich betrachte es als kostbare Chance, mich die Zeit einer ganzen Cellostunde lang dabei einem einzigen oder nur sehr wenigen Schülerinnen und Schülern widmen zu dürfen!

Weiterlesen: Wie ich zum Cellospielen kam, oder "Die roten Gummistiefel"

 

Junge Cellisten

 

Ausprobieren!

Beginnt jemand, sich für das Cello zu interessieren, steht am Anfang eine Phase des Ausprobierens. Passt es zu mir, der dicke Esel? Habe ich überhaupt Freude daran? Will ich mich längerfristig damit beschäftigen, ein Instrument zu lernen? Bringt mir das eigentlich was? Hab ich Lust dazu, wenn sich andere draußen vergnügen, in meinem Zimmer vor meinem Notenständer zu hocken und Cello zu spielen?

Ich selbst hatte sehr selten Lust! Jedenfalls als Kind nicht, und es gab scheußliche Kämpfe mit meiner Mutter, oft Tränen... Ging sie einkaufen, nachdem wir vereinbart hatten, dass ich heute viel üben würde, warf ich den Bogen in die nächste Ecke, kaum dass die Haustür ging. Sehr hellhörig verfolgte ich ihr Wiederkommen, um dann in emsiger Betriebsamkeit selbstverständlich immer noch am Cello zu sitzen..... Wie sehr bin ich ihr heute dankbar, dass sie mich trotzdem angehalten hat, dabeizubleiben! Solch eine Vita werden viele kennen...

Wenn nach einigen Monaten klar ist: es macht Spaß mit dem großen Klangkörper vorm Bauch..., macht es Sinn, darüber nachzudenken: Wie kann jemand selber dazu beitragen dass das Cellospielen Freude macht. Manchmal dauert es auch länger, bis sich jemand dafür oder dagegen entschieden hat. Und oftmals sind es auch Phasen. Und wie oft gibt’s zwischendurch Durchhänger... Aber auch Höhenflüge! Dies alles gehört wohl zum Musikmachen dazu!

Eine These ist: Unmusikalische Menschen gibt es nicht! Alle haben ein Empfinden für Musik in sich, es geht vor allem darum, es hervorzulocken und bestmöglich zu fördern!

„Gewiss, ich bin Künstler, aber in der Ausübung meiner Kunst bin ich auch Handwerker und ich bin es mein Leben lang geblieben...
Das einzige, dessen wir uns rühmen dürfen ist ja nicht unser Talent, sondern was wir daraus machen.“

(Pablo Casals)

Cellisten Kinder-Seestern

 

Voraussetzungen

Was ist nötig für das Erlernen des Cellos?

Weiterlesen: Motivation und eigene Erwartungen

Erwartungen

  1. Bereitschaft für regelmäßiges Spielen zu Hause:
    Für SchülerInnen (und auch für mich als Lehrerin) würde es auf Dauer unbefriedigend sein, wenn zu Hause keine regelmäßigen Zeiten des Cellospielens eingehalten werden würden. Das ist dann etwa so, als ob sich ein Schmetterling entfalten möchte, aber immer nur verzweifelt gegen seinen Kokon klopft und nicht herauskommt. Und von außen klopft auch jemand, aber umsonst! Ich weiß von mir selbst, dass es nicht immer gleich klappt mit dem regelmäßigen Üben! Aber wenn einem auf Dauer kurz vor der nächsten Unterrichtsstunde einfällt, stimmt, du wolltest ja ... wird sich der Schmetterling nicht entfalten können!
  2. Von Beginn an Offenheit fürs Ensemblespiel:
    Das gemeinsamen Musizieren mit anderen hat von Beginn an in meinem Unterricht eine hohe Priorität.

Weiterlesen unter Ensemble

 

Cello lernen 1 Cello lernen 2 Cello lernen 3

 

Unterrichtsziel: Nach Schätzen graben

Mein Unterrichtsziel ist unabhängig vom Leistungsergebnis immer das gleiche: Ich möchte, dass meine SchülerInnen nicht nur ein gutes Körpergefühl fürs Cello erlangen. Dass sie die richtigen Bewegungen erlernen, ist fast immer der Fall. Mein Ziel ist, sie bestmöglich zu fördern, in dem ich ihnen bewusst werden lasse, was in ihnen steckt. So, wie wenn man jemanden an der Hand nimmt, ihn in ein verborgenes Zimmer führt und ihm zeigt, was es dort alles für Schätze gibt. Im Grunde zeigt man dann nur, was man alles mit diesen Schätzen tun kann. Es ist ein sehr individueller Prozess und ich setze, je nach dem Stand des Könnens auf dem Cello und nach Absprache, unterschiedliche Prioritäten in unserer Arbeit: Im Erlernen der grundlegenden Technik, dem musikalischen Ausdruck, dem Spielen vor Publikum oder dem „Warmhalten von Erlerntem“.

Wenn es dazu führt, dass das Musikmachen zu einer Art innerem Besitz heranreift, dass SchülerInnen nicht nur Musizieren lernen, sondern Musik machen wollen und dies möglichst lange im Leben anhält, ist sehr sehr viel erreicht. Ich selbst bin mit schwungvoll-fröhlichem Engagement dabei und hoffe, besonders auch dies weitergeben zu können. Für mich selbst ist es sehr beglückend, wenn sichtbar wird, wie sich das Spielen und die musikalische Auffassungsgabe meiner Schüler verändert und wie sie sich entwickeln (und damit gleichermaßen auch ich selbst).

 

erster Auftritt

 

Kalte Hände

... kennen alle Streicher, fürchten alle Streicher, hassen alle Streicher! Handschuhe, Handwärmer, die einem in der Tasche ankokeln und vor sich hin stinken, besonders in der eiskalten Kirche: wir lieben sie alle!

Kalte Hände haben meist ihre Gründe, besonders, wenn sie im Hochsommer kommen, es draußen 40 Grad sind und man eigentlich warme Hände haben müsste.

Auch im Leben von Musikern geht es mitunter sehr hart zu. Ich weiß nicht, ob ich Euch genügend darauf vorbereiten kann, aber zumindest weiß ich darum!

Weiterlesen: Die kalten Hände

 

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